Ein Text über und für Diversität

Ein Text über und für Diversität

Leute! ESST MEHR KARTOFFELN.
Sie sind vielseitig, sie sind nahrhaft und sie passen in verschiedensten Arten der Zubereitung zu nahezu jedem Gericht. Aber auch als Hauptgericht ist die Kartoffel einfach sagenhaft. Ich liebe die Kartoffel. Danken wir den Bauern, dass Sie es uns möglich machen, jeden Tag frische Kartoffeln auf unseren Tisch zu bringen.
Kartoffeln sind das einzig richtige Nahrungsmittel, wenn man es genauer betrachtet.
Wie kann man die Kartoffel nicht mögen. Der Geschmack, vollmundig und sanftig. Die Konsistenz, mal fest, mal mehlig und durch Ihre Variabilität auch knusprig, sämig, weich, und manchmal alles auf einmal. Probiert das doch mal mit Brokkoli. Die Aggregatszustände von Brokkoli sind entweder hart oder matschig und schmecken kann es in absolut keiner der beiden Konsistenzen.
Sagen wir es mal so: Die Kartoffel ist der Gipfel der Schöpfung. Nur noch Kartoffeln! Kartoffeln für immer.
Und auch heute wird es bei uns Kartoffeln geben. Und morgen auch. Und an allen anderen Tagen kommt bei uns nur noch Kartoffel auf den Tisch. Was will ich denn mit dem anderen Dreck. Pfui Teufel, da kommt mir die Galle hoch.
Die Kartoffel ist doch maßlos unterschätzt auf den Tellern. Jeder lässt sie halb gegessen neben einem argentinischen Rinderfilet dahin vegetieren. Darüber hinaus, es heißt immer

"180gr saftiges Argentinisches Rinderfilet zart rosa auf dem Holzkohlegrill zubereitet (Flamekissed) mit grobgeschrotetem Pfeffer verfeinert und Folienkartoffel". Ich meine: Was soll der Scheiß?

Wenn ein wahrer Gourmet die Speisekarte verfassen würde, müsste doch dann folgendes in der Karte stehen.

Der Chef de Cuisine empfiehlt: Weinberger Schloßkipfler, Kartoffel des Jahres 2017, leicht würzig/aomatisch im Geschmack mit raffinierter speckiger Note, in brandenburgischen Grundwasser auf offener Flamme gekocht. Finalisiert im Steinofen mit einer Salz-Kümmel-Mischung und serviert mit Zitronen-Salbei-Kräuterbutter sowie einem Batzen Rindfleisch.

Dann könnten wir ein wenig am Rindfleisch rum rupfen, während wir genüßlich die Kartoffeln verspeisen.

Generell ist doch nahezu immer die Kartoffel nur die Beilage. Was ist mit der Kartoffel? Jetzt ist die Zeit gekommen, die Kartoffel wieder gross zu machen! Make Kartoffel great again. Sie wird doch aus den heimischen Esszimmern verdrängt.

Dabei sind Kartoffeln doch das einzig wahre Essen. Alle Macht den Kartoffeln. HEIL, Kartoffel!

Weg mit den Dönern, den Burgern, den Pizzen, von denen wir ja noch nicht mal wissen und streiten, ob es Pizzas, Pizzae oder Pizzen heißt, das sagt doch schon alles. KAR-TOF-FEL-NNNNN. BAM! Das ist ein Plural.
Weg mit Bulgur und Hummus, was ist das überhaupt? Da weiß man ja gar nicht, was man sich auf den Teller holt. Die verstopfen uns nur die Arterien.

Topinampur, igitt. Die vermehren sich unaufhaltsam und irgendwann haben wir nur noch Topinampur, wo man hinsieht, in jedem Garten! Da kann ich meine Kinder doch nicht mehr draußen spielen lassen. Topinampur. Was ist denn da der Plural? Topinampursen? Leckt mich. Nicht mit mir! Wacht endlich auf. Da muss man doch endlich was machen! Süßkartoffeln raus, die nehmen uns nur die Ackerfläche weg. Avocados haben auf unserem Tisch nichts verloren.

Schluss mit dem Gutbauerntum, wir können nicht jedes Gemüse aufnehmen. Der Acker ist voll!
Die Landwirte wollen doch die Kartoffeln systematisch ersetzen. Das ist Fakt, das schmeckt man doch. Die Tomatoffel war doch nur der Anfang. Wacht endlich auf! Das hat nichts mit Grillfolienhütchen aufsetzen zu tun. Schaut einmal auf die Wochen- und in die Supermärkte! Neulich ist sogar beim Sortieren eine Kartoffel aus dem Regal gefallen, direkt neben den Auberginen, das sagt doch alles! Drecksauberginen. Das wäre mit einer Kartoffelkiste aus deutschen Landen nicht passiert. Was wären Auberginen denn ohne Zucchini? Brauchen wir alles nicht. Weg damit! Am Besten am Grill verkohlen lassen oder in den Regalen verschimmeln

lassen. Die haben hier nichts verloren. Am Besten gleich komplett ausrotten, nicht mehr anbauen. Das wäre für alle das Beste.

Kartoffeln den Kartoffeln!!! Kartoffeln den Kartoffeln!!! Kartoffeln den Kartoffeln!!! Ganz ehrlich. Ist es das, was ihr wollt? Wirklich?
Mal ganz ehrlich: Ihr werdet schon schmecken, was Ihr davon habt.


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